Die Schulleiterinnen der Vorreiterschulen und die Koordinatorinnen im Schulamt des Kreises, von links: Karin Staeck-Aschemeyer, Bea Koch, Bettina Wolff, Claudia Burre, Antje Stuke, Dagmar Bögeholz, Nicole Kirchhof, Heike Schmitz-Ibeling, Rainald Könings, Britta Fredebeul, Sabine Zülka, Stephan Kern und Ursula Niemeier.
Kreis Herford(BZ). Mit Beginn des kommenden Schuljahres ist das Gemeinsame Lernen von Kindern im
Schulgesetz fest verankert. Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben für ihr
Kind dann beginnend mit dem 1. und dem 5. Schuljahr das Recht auf einen Platz im inklusiven Unterricht
einer allgemeinen Schule oder auf einen Platz in einer Förderschule.
Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der inklusiven Strukturen des Schulsystems hat das
Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) die Schulaufsicht beauftragt, Schulen zu benennen, die
aufgrund ihrer besonderen Erfahrungen in der Lage sind, andere Schulen auf ihrem Weg zum
Gemeinsamen Lernen zu unterstützen. Dies soll vor allem in Form von Hospitationsangeboten und
Informationsaustausch zu konkreten konzeptionellen und organisatorischen Fragen geschehen.
Im Kreis Herford gibt es etliche Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I, die seit Jahren in dem
Bereich des Gemeinsamen Lernens auf unterschiedliche Weise erfolgreich arbeiten.
Sechs dieser Schulen sind Vorreiterschulen:
Grundschule Bustedt, Grundschule Landsberger Straße in Herford, Grundschule Mindener Straße in
Herford, Rolf-Dircksen-Hauptschule in Enger, die Erich-Kästner-Gesamtschule am Standort Bünde
sowie die Gesamtschule Friedenstal in Herford.
Die Vorreiterschulen für Inklusion im Kreis Herford veröffentlichen heute eine gemeinsame vom Schulamt
für den Kreis Herford herausgebende Informationsbroschüre, in der sie über ihre besonderen Angebote
zur Hospitation informieren. Darüber hinaus können weitere Interessierte auf den genannten Homepages
mehr dazu erfahren.
Die sechs Vorreiterschulen im Kreis Herford haben ausgehend von ihren unterschiedlichen strukturellen
Bedingungen ihre eigenen vielfältigen Formen des Gemeinsamen Lernens entwickelt. Nach dem Motto:
»Nicht jedem Kind das Gleiche, sondern jedem das Seine« finden Eltern hier jahrgangsgemischte
Klassen, Kooperationsmodelle, Individualisierung und Differenzierung, Gemeinsames Lernen mit
unterschiedlichsten offenen und niveaudifferenzierten Methoden und auch die Arbeit mit
Entwicklungsplänen.
»Es gibt nicht nur einen Weg zum Gemeinsamen Lernen für alle Kinder, sondern Vieles ist möglich und
Vieles wird bereits umgesetzt«, sagt die Schulrätin Ursula Niemeier im Schulamt für den Kreis Herford.
»Jede Schule, die sich auf den inklusiven Entwicklungsprozess begeben will, ist eingeladen, von den
Erfahrungen der Vorreiterschulen zu profitieren«, sagt Ursula Niemeier weiter.
Alle Schulen werden diese Informationsbroschüre in den kommenden Tagen in gedruckter Form und per
Mail erhalten.
Ansprechpartnerinnen sind: Dagmar Bögeholz, Karin Staeck-Aschemeyer – Koordinatorinnen für
Inklusion im Schulamt für den Kreis Herford sowie Schulamtsdirektorin Ursula Niemeier.




