Heizung muss dringend erneuert werden
Kirchlengern investiert in diesem Jahr rund 600.000 Euro in Gebäudetechnik der Gesamtschule
In den Eingeweiden der Gesamtschule: Klaus-Peter Ceppa, Hausmeister der Erich Kästner-Gesamtschule, stellt die Temperatur eines der beiden Heizkessel (blau) ein - die Anlage wird komplett ausgetauscht. FOTO: KARL-HENDRIK TITTEL
VON DIETER SCHNASE
Kirchlengern. Mit 105 Anmeldungen für das Schuljahr 2013/14 ist die Zukunft der Erich Kästner-Gesamtschule, der einzigen weiterführenden Schule in Kirchlengern, erst einmal gesichert. Sogar der Sprung von der Drei- in die Vierzügigkeit steht an (siehe nächste Seite). Um das Gebäude aus den 1970er Jahren baulich dem heutigen Standard anzupassen, wurde bereits einiges investiert In diesem Jahr steht die Erneuerung der Gebäudetechnik auf dem Plan.
608.000 Euro will die Gemeinde 2013 in die Technik investieren, 2014 sind hierfür weitere 1,2 Millionen Euro im Finanzplan vorgesehen. Dann ist nach Worten des Beigeordneten und Kämmerers Hans-Helmut Horstmann die Sporthalle der Schule an der Reihe. Wie Ingrid Knaak vom Fachbereich Planen, Bauen, Technische Dienste, erläuterte, müsse die bald 40 Jahre alte Heizungsanlage der Gesamtschule dringend erneuert werden. Deshalb sei diese Maßnahme vorgezogen worden. „Wir haben dazu auch schon ein Konzept erstellen lassen.“
Durch den Rückbau nicht mehr erforderlicher Lüftungsschächte, weiterhin die bereits zum großen Teil erfolgte energetische Fassadensanierung und nicht zuletzt die modernere Heizungstechnik kann der Verbrauch nach Worten von Ingrid Knaak auf etwa die Hälfte gesenkt werden. 50 Prozent investiere die Gemeinde in eine „normale Heizungsanlage“, die anderen 50 Prozent in ein Blockheizkraftwerk, mit dem auch Strom erzeugt werden könne.
Große Lüftungsanlagen werden im Bereich Mensa, Aula und Forum eingebaut, in anderen Bereichen der Schule sind es kleine, dezentrale Anlagen. Der Bauausschuss habe zwar schon „grünes Licht“ gegeben. „Wir können die Arbeiten aber erst ausschreiben, wenn der Haushalt verabschiedet ist“, so Ingrid Knaack. Die Ratssitzung ist am 25. April.
Um den Schulbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, soll vor allem während der Ferien gebaut werden. Knaack rechnet damit, dass die Arbeiten im Sommer beginnen können und bis Ende der Herbstferien beendet sein werden. „Die Abstimmung ist bislang schon ziemlich gut gelaufen. Der Unterrichtsbetrieb wurde praktisch nicht beeinträchtigt“, lobt Peter Redecker, Mitglied der Schulleitung, die Bauexpertin, die bereits die Fassadensanierung betreut hatte und auch jetzt wieder in engem Kontakt mit der Schule steht.
Die energetische Sanierung der Fassaden ist nach Worten des Beigeordneten und Kämmerers Hans-Helmut Horstmann noch nicht abgeschlossen. „Wir werden die Arbeiten in diesem Jahr aber aussetzen.“ Vor allem finanzielle Gründe seien für diese Entscheidung ausschlaggebend gewesen, denn der Großteil des Geldes müsse – ebenso wie für die Gebäudetechnik – fremd finanziert werden.
Aus dem Konjunkturpaket II des Bundes habe Kirchlengern damals lediglich eine Anschubfinanzierung von rund 670.000 Euro für die Gesamtschule erhalten – insgesamt koste schon die Fassadensanierung rund 2,7 Millionen Euro. Mit diesem Thema soll 2014 weiter gemacht werden. Für das nächste Jahr ist eine Verpflichtungsermächtigung im Haushalt von 385.000 Euro geplant, die der Rat aber noch beschließen muss. 2015 und 2016 sind jeweils 350.000 Euro vorgesehen. Wie Ingrid Knaack erklärte, sollen damit im Innenbereich unter anderem die Beleuchtung und die Schüler-WCs erneuert werden.




