Gemeindearchivar Volker Heidemann (v. l.), Schulleiterin Antje Stuke, Geschichtslehrer Wolfgang Böhm, Sergej Huckenheimer, Julia Tutschkow, Christoph Kaufer und Jan Burdich zogen gemeinsam Bilanz.
Ausstellung 1. Weltkrieg ein großer Erfolg – Kooperation Gesamtschule und Archiv angestrebt
Kirchlengern. Sicher etwas Einmaliges in dieser Form war die Ausstellung der Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern „Kirchlengern - Mitten in der Urkatastrophe 1. Weltkrieg“. Schulleiterin Antje Stuke bestätigte, dass man mit diesem Ergebnis und einer Welle von Hilfe durch die Kirchlengeraner Bevölkerung nicht gerechnet habe.
Sicher rund 600 Besucher, Einzelpersonen, kleine und große Gruppen waren Gast in der Ausstellung, besonders die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe standen Besuchern bei Führungen mit Rat und Tat zu Seite und lernten oftmals auch selbst noch vieles. Vom 19. Mai bis 6. Juni, davon die ersten Wochen zusammen mit der Ausstellung der Volksgräberfürsorge, gab es im Rathaus und auch in der Schule fachkundige Besucher. Die Kooperation mit dem Archiv der Gemeinde Kirchlengern unter der Leitung von Archivar Volker Heidemann war außergewöhnlich. Obwohl das Archiv in dieser Form erst seit Januar 2014 besteht, haben beide Seiten schon jetzt viel Potential und viele Möglichkeiten, die Vergangenheit wieder in die Gegenwart zu tragen, erkannt. Wohl kaum wäre ein Findbuch zur Ausstellung mühsam erstellt, das es jetzt ermöglicht, selbst nach Rückgabe der Exponate die Dinge zuzuordnen. Projektleiter Wolfgang Böhm sieht die Zusammenarbeit am Anfang und Thematiken als noch nicht beendet: „Wir haben viele exklusive Hinweise bekommen, sei es die Rolle der Stadt Orscha in Weißrussland wie auch der Beleg, dass der Botschafter Mirbach tatsächlich ermordet und in einem Eisenbahnwaggon über Orscha abtransportiert wurde. Hier gilt es, weiter zu machen!“ Über Art und Weise einer Fortsetzung der Forschungsarbeiten werde noch zu reden sein.
Bemerkenswert war auch die Anregung etlicher Besuche, sich auch dem 2. Weltkrieg zuzuwenden, immerhin seien ja in unmittelbarer Nähe der Schule Flakstellungen gewesen, die den Löhner Bahnhof, der vor 70 Jahren noch bombardiert wurde, schützen sollten.
Weiter sind Schule und Archiv fest entschlossen in der Absicht, auch vertraglich enger zusammen zu rücken. Ein Kooperationsvertrag wird angestrebt, der Vorteile für beide Seiten bringt. Hier gehen die Vorbereitungen auf einen Termin in der zweiten Jahreshälfte aus. „Antje Stuke ist sich sicher: „Das wollen wir und das schaffen wir!“




